* Eulenwerke *

Wenn ich nach draußen geh'

Wenn ich nach draußen geh'

in die weitverbreitete, ungerechte Welt,

wo die Liebe und Wärme einfach  auf dem Boden zerschellt,

habe ich Angst, Angst vorm Frust,  Angst vor dem Verlust!

Es ist eine Kälte, die mich durchfährt,

Stiche durchs Herzen und Jammer vor Schmerzen.
Aber niemand kommt, um mich zu trösten,

in den Arm zu nehmen, an den ich mich kann anlehnen.

Um Schutz zu finden und diesen in Blumen binden.

Es ist grausig, lausig, ich fall immer weiter runter in die Szene rein,

da hilft auch kein Schreien und Weinen.

Ich bin verloren, wäre am liebsten nie geboren,

ich halte es nicht mehr aus, ich will raus, raus aus dieser Welt,

wo die Liebe und Wärme einfach auf dem Boden zerschellt.

 

Susann (1997, Dresden)

 

Sternschnuppen

 

Sterne im Blick, ich sehne mich nach ihm zurück,

an sein Lachen, seine Stimme,

die mich nie beschimpfe,

sondern mir etwas gibt,

etwas, was man einfach liebt.

 

Susann (1999, Bayern)

"Falsch sei jede Wahrheit, die nicht von einem Lachen begleitet wird." (Susann 1999, Dresden )

Innehalten

 

Stimmen sind machtlos, Hände sind kalt.
Lippen sind trocken und Augen geschlossen.

Der Schwebezustand hält Minuten lang inne. 

 

Susann (2002, Teneriffa)

 

Sehnsucht 

 

Sehnsucht vermittelt Unnahbarkeit, 

die Distanz verringert Aufbauen der Gefühle, 

ein Mensch schwelgt in Erinnerungen 

ohne das Leben jetzt zu genießen...

  

Susann (2002, Teneriffa)

      

Auf Erden

Ich will immerzu vorwärts blicken,

Wie eIn Seemann auf seinem Schiff.

Ich will nichts ins Jenseits schicken,

Sondern glücklich stehen am Riff.

Ich will Träumen fliegen lernen,

Wie Seifenblasen so schön und zart,

Den Paradiesapfel essen mit Kernen,

Der Schlange widerstehen, so hart.

Mein Eden möchte bitte lange warten,

Stattdessen im hier und jetzt sein,

Glück und Frohsinn mich ungarnen,

Und die Sonne soll endlich schein'.  

Ich wünsch mir Freude von Herzen,

Glück und Zuversicht für mich,

Reine, wahre Liebe ohne Schmerzen,

eine erfüllende Prophezeiung für sich.

Susann (München, 2016)
 

Garfunkel

Müde seh ich aus, mein Haar ist zersaust,

die Schatten unter den Augen beginnen zu saugenin großen Kreisen und eigenen Weisen.

Der Blick wird kalt und hart, die Stimme zart, der Körper quillt auf wie ein Schwamm, das Herz schmerzt und wird klamm. 

Der Himmel legt sich über mich,

es ist dunkel und mitten im halbtoten Schlaf - seh' ich Garfunkel. 

Lichtlein, Stimmlein, ein neckiges Männlein

gibt mir Zeichen, Humor und Ausweichen.

Es schüttelt die Arme über mich aus,

versteckt sich und kommt wieder raus.
Stundenlang erklingt sein heller Gesang,
bis die Decke von mir weicht und der Schlaf erstmalig ausreicht.

 

Susann (2002, Teneriffa

Ich wünsche mir, dass ich am Ende des Weges weiß, wo mein Weg lang geht! (2012, Jakobsweg)

Momentaufnahme

Wie soll ich sanfter sein,

In einem fremden Haus,

Wenn weder Freund noch Feind,

Die Türe öffnet draus'.

 

Wie kann ich Liebe geben,

Indem ich die Meine bin- 

alle nach Glück streben,

Und ich will nur dahin.

 

Wie kann ich wieder hoffen

Und an mich selbst glauben,

Auf Unterstützung pochen

Statt Energien zu rauben.

 

Wie kann es Erleuchtung sein

Weil ich wahre Ruhe finde 

Und ein Lächeln wieder scheint,

Vom Lebensbaum, die Rinde.


Susann Dez 2016, München

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Kommentare: 1
  • #1

    Conrad (Freitag, 30 September 2016 12:40)

    Very beautiful, you really know how to touch people with words...